Retourner en Normandie – zurück in die Normandie!

Dies ist heute eine Premiere: zum ersten Mal nehme ich an einer Blogparade teil. Das Thema „Wanderlust“ scheint tief verwurzelt in meinen Genen und so musste ich einfach mit dabei sein. Gestern schrieb Rabea ihren Beitrag auf http://www.rabeasbeautytipps.com Schaut doch einfach bei ihr und all den anderen Teilnehmern dieser Blogparade vorbei. Ihr werdet es definitiv nicht bereuen.

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Ich hoffe, die Leser, die mich durch die Blogparade fanden, sind nicht zu enttäuscht, da mein Blog KEIN Reiseblog ist, sondern auch viele Beauty Themen zu finden sind. Aber vielleicht findet ihr ja auch Gefallen an diversen Lippenstiften, wer weiß …

Aber jetzt genug der Einleitung: Auf in die Normandie. Alle Jahre wieder, oder so ähnlich könnte mein persönlicher Werbeslogan für dieses Fleckchen Erde lauten, an dem ich die Seele einfach baumeln lassen kann. Bereits als Kind verbrachte ich viele Ferien im Land des Camemberts und des Cidres. Äpfel und Milchproduktion stehen hier wohl Pate als DIE Produkte aus dem Norden Frankreichs. Wie bereits erwähnt liegt die Normandie im Nordwesten Frankreichs, nicht so abgelegen wie die Bretagne, aber auch nicht so zentral wie das Loire Tal. Meine frühesten Erinnerungen an die Normandie sind Veules-les-Roses und der Strand in der Nähe des Campingplatzes. Wir verbrachten an diesem menschenleeren Strand, der an einem einsamen Winkel der Steilküste liegt Stunden um Stunden beim Suchen von Muscheln, rundgeschliffenen Kieseln oder auch nur, um das Farbenspiel der Wellen zu beobachten und unsere Zehen im kalten, nassen Sand zu vergraben. Eben auf diesem Strand fanden wir vor circa 22 Jahren auch ein gestrandetes Schiff, von dem nur mehr Überreste vorhanden waren. Jahr um Jahr kehrten wir zurück, fanden aber immer nur kleinere Teile davon vor. Dann, vor ungefähr 5 Jahren, verschluckte der Sand die letzten Reste des Bootes und letztes Jahr entdeckten wir noch einzelne Metallteile des Motors, die das Meer wieder ausgespuckt hatte.

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Hier sehr ihr meinen Reisebegleiter und Lieblingsboxer Iro. Der Strand ist so menschenleer, dass er frei herumlaufen und sich austoben darf. 

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Das ist eines der wenigen Teil, die von dem Wrack übrig blieben. 

Man muss sich nur die Stürme vorstellen, die ein Boot packen, an die Felswand schleudern und es zerschellen lassen, so dass innerhalb von wenigen Jahren nur mehr kleine Teile davon übrig sind. Welche Kraft das Meer hat, um zig Tonnen in nur wenigen Sekunden zu zerstören. Der Strand ist nicht die einzige Sehenswürdigkeit in der Normandie. Die vielen Schlösser zeugen von einer Geschichte, die durch Adelige, reiche Großgrundbesitzer und kleinere Bauernhöfe geschrieben wurde. Doch wo finde ich die echte Normandie? Weg von Clichés und überfüllten Touristencafés?

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Tja, diese echte Normandie dürfen wir zum Beispiel in Saint Valéry en Caux entdecken. Der Fischverkäufer bringt klappt mittags seinen Stand zu, da der letzte Fang bereits an die Restaurants und Einheimischen verkauft wurde, die Urlaubsgäste aus Paris sitzen im Straßencafé bei einem Pastis oder einem Café crème und die ältlichen Damen schleppen ihren Einkauf in einer kleinen Korbtasche nach Hause. Diese Normandie erleben wir nach einem Marktbesuch, der im Sommer mindestens einmal in der Woche stattfindet.

Dieppe an einem trüben Morgen. 

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Die Strandpromenade von Saint Valéry.

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Das Wunderbare an diesen Märkten ist die Vielfalt: von Unterwäsche bis hin zu Töpferwaren finden wir dort alles. Ein buntes Gedränge, bei dem man am besten schon um 10h mit dabei ist. Nachher noch bei einem Café mit Blick auf das Meer entspannen und perfekt ist der Urlaubstag. Doch im Herbst, wenn die Sonnenschirme, die den Herbststürmen noch nicht zum Opfer gefallen sind, langsam verstaut werden und auch das letzte Haus eingewintert wurde, kehrt Ruhe ein. Dann treffen wir nur mehr die Fischer, die wir noch vom Sommer kennen und die Damenrunde, die am Hauptplatz ein Schwätzchen hält. Restaurants, Cafés und Boutiquen schlummern einen Dornröschenschlaf und halten inne, bis die ersten Urlauber aus den Niederlanden ihre Wohnmobil parken. So lautet dieses Jahr mein Motto wieder: Alle Jahre wieder die Normandie! Natürlich mit Reisegefährt Iro.

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8 Gedanken zu “Retourner en Normandie – zurück in die Normandie!

  1. Pingback: Pinsel, Ohrringe und Marie Claire Idee Magazin – Urlaubsshopping in der Normandie | Lavender Province

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