Normandie 2017 – Regenjacke, Bikini und Haie

„Don’t answer me“ von The Alan Parsons Project ist für mich einer der emotionalsten Songs an den sehr viele Erinnerungen hängen. Mindestens genauso viele Souvenirs hängen für mich an meinem Lieblingsstrand in der Normandie.

Das erste Mal besuchte ich den Strand als ich ungefähr 8 Jahre war und nun, gute 25 Jahre später verbrachte ich wieder viel Zeit bei langen Spaziergängen und entdeckte nicht nur Postkartenmotive der Normandie.

Wir mieteten uns wieder ein wunderbares, kleines Haus in der Nähe von Dieppe, das wohl durch die Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg an Bedeutung gewann und ich heuer zum ersten Mal die Bunkeranlagen aus der Nähe betrachtete und einige neue Tafeln über den Ablauf der Landung las.

So gibt es in der Nähe von Veules-les-Roses ein Schiff der Alliierten, das versank und jedes Jahr bei der Frühjahrsebbe zu sehen ist. An all das denkt man als Tourist gar nicht – wir sehen den Strand, die Weite und das Meer und denken gar nicht an die Dinge, die sich hier 1942 abspielten.

 

Doch nun folgen doch noch ein paar „Postkartenbilder“ mit wunderbarem Wetter, das hier genauso schnell wechselt, wie man Gummistiefel in Bikini getauscht hat.

Heuer waren sogar zwei Badetage im Atlantik möglich, unbeschwertes Plantschen im relativ frischen Wasser ist dort eher etwas für Temperatur unempfindliche Personen. Durch den langen Sandstrand wirkt das Wasser etwas trüb, da es zusätzlich durch die hohen Wellen aufgewirbelt wird. Die großen Tideunterschiede werden auch von zahlreichen Kitesurfern genutzt, die die spektakuläre Kulisse lieben.

Mir war bis zu meinem letzten Marktbesuch nicht bewusst, dass es in der Normandie beziehungsweise im Ärmelkanal auch Haie gibt. Hätte ich nicht die Fischstände und die Fischerboote im Hafen gesehen, die kleine Haie und auch Rochen für den Verkauf vorbereiten, hätte ich es nicht geglaubt. Die Haie sind zum Glück erst im tiefen Wasser zu finden und man kann relativ unbeschwert im Atlantik baden.

Die Temperaturen von 17 bis 22 Grad ermöglichen auch Sightseeing. Immer wieder spannend ist die Burganlage in Dieppe, bei der man am besten über das unfreundliche Personal, das sich jedes Mal aufs Neue auszeichnet, hinwegsieht. Die Aussicht ist grandios und die Gemäldesammlung für eine solch kleine Stadt wie Dieppe beeindruckend.

Möchte man Schlösser besichtigen gleicht das einer unglaublichen Challenge: Es scheint als wären die Prachtbauten in den Tourismusbroschüren, um Besucher anzulocken. Möchte man tatsächlich eines besichtigen ist es entweder wegen Renovierung geschlossen, heute (auch wenn es im www und sämtlichen Broschüren anders steht) gerade nicht zu besichtigten oder nur offen, wenn Ostern und Weihnachten zusammen fallen. Das erweckt leider den Eindruck, als wäre der Landadel der Normandie nicht unbedingt an den Touristen interessiert. Nach dem dritten Versuch haben wir es aufgegeben, ein Schloss für einen Besuch anzupeilen. Obwohl wir der Landessprache mächtig sind, verschiedene Broschüren und Internet Seiten kontaktiert haben, wurden wir doch am Empfang des Schlosses abgelehnt.

Aus früheren Besuchen wissen wir, dass die privaten Schlösser meist nur wenige Räume zur Verfügung stellen, da die anderen Zimmer meist noch bewohnt werden.

Besonders sehenswert ist für mich Saint Valery en Caux und Veules-les-Roses. Beides sind kleine Ortschaften mit einem sehr eigenwilligen Charme, der von lieblich bis hin zu rau und selbstbewusst reicht. Überall präsent sind Hortensien, die je nach Beschaffenheit des Bodens von hellblau bis rosa variieren. Für uns Grund genug nächstes Jahr wieder zu kommen.

 

Hier folgen noch ein paar Bilder und eventuell gibt es demnächst wieder einen Beitrag über die Normandie …

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Aussicht auf das Meer von der Burganlage in Dieppe
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Burganlage in Dieppe
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Das Kuschelmonster ist mit dabei
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Für den Boxi ist es warm genug
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Veules-les-Roses
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Das Klima lässt die Hortensien wuchern
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Typisches Haus in der Normandie
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Spazierweg zum Strand
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Typisches Normandie Wetter
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Wellen

 

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Bunkeranlage in Saint Valery en Caux

Hat Euch der Beitrag gefallen, würde ich mich sehr über einen Daumen nach oben freuen.

 

Was interessiert Euch im Norden Frankreichs? Die Küste oder eher die Städte wie Rouen oder Dieppe?

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