Mein USA Roadtrip von New Mexico bis nach Montana

TEIL 1 Ein paar Jahre ist meine Reise nun schon her und ich versuche Euch alles anhand meiner Notizen möglichst genau und detailliert zu schildern…

Für mich war es wohl eines der größten Abenteuer, die ich wohl nie mehr vergessen werde. Unzählige Fotos entstanden auf dieser Reise und ich weiß nicht, wie viele großartige Momente ich auf den 1000den von Kilometern durchlebte. Gestartet bin ich mit Freunden in Santa Fe, New Mexico und innerhalb von sechs Tagen fuhren wir nach Lame Deer und wieder zurück nach Santa Fe.

Während des gesamten Road Trips schliefen wir nur ein einziges Mal auf einem Campingplatz in einer Hütte, sonst immer in einem Zelt oder als ein Gewitter aufzog, im Auto.

Schlaf war auf diesem Trip Mangelware und ich kann mich noch so gut an den ersten Morgen im Rocky Mountain National Park erinnern, als wir nach nur fünf Stunden Schlaf wieder aufstanden, weil wir unser Zelt versetzen mussten.

Wildtiere bekam ich auf diesem Roadtrip viele zu sehen, von einer Bergziege bis hin zu Bären, Elchen und Hirschen, die am Grill leckten war fast alles dabei. Bei der Anreise zum Rocky Mountain National Park lief eine Herde Hirsche vor uns über die Straße, dicht gefolgt von zwei Bären. In diesem Moment wurde mir dann so richtig bewusst, dass ich mich auf Bärengebiet befand. Als dann I, die Mama eines Freundes dann auch noch mit Kaugummi in der Tasche schlafen ging und uns erst in der Früh davon erzählte, muss ich immer noch an den Witz mit den Softtacos für Bären denken (aka Touristen im Schlafsack).

Jedenfalls erlebte ich in der Früh, als ich zum Schwimmen zum Gebirgsbach ging, ein besonderes Schauspiel: Eine Elchmama und ihr Junges schwammen neben mir im Wildfluss. Wahnsinn.

Wahnsinnig toll musste ich auch gewirkt haben, als ich von Baum zu Baum huschte, um rechtzeitig Bären zu erspähen… wobei das wäre ohnehin sinnlos gewesen. Weiters musste ich auch mit der amerikanischen Vorstellung von „gesittet und ordentlich“ Bekanntschaft machen. Seine nassen Badesachen aufzuhängen und das in der Nähe des Zeltes werden nicht von allen gern gesehen.

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Rocky Mountain National Park
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Rocky Mountain National Park
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Rocky Mountain National Park

Nach zwei Nächten ging es mit meinen Reisebegleitern weiter Richtung Lame Deer, denn dort fand ein Powow der Northern Cheyenne statt, zu dem wir unbedingt hinwollten. Meine Reisebegleiter waren Pawnee/ Comanche und so wollten sie gern bei der Veranstaltung teilnehmen, weil irgendwelche Verwandten von dieser Reservation stammten. Überhaupt bewegten wir uns während der gesamten Reise sehr viel auf Indianerland und ich fühlte mich zum ersten Mal auf unserer Reise fremd.

In den Reservationen wurde ich komisch angesehen und waren wir außerhalb der Reservation so wurden wir als ziemlich ungleiche Truppe sehr sonderbar begutachtet.

Ich kann mich noch so gut an einen Tankstopp mitten im Nirgendwo erinnern: Ich musste dringendst auf die Toilette und lief durch das Café, wo lauter weiße Möchtegern-Cowboys an der Theke saßen. Auf dem WC musste ich etwas warten und so brauchte ich etwas länger als sonst. Wieder zurück im Auto war J. ein wenig beunruhigt, denn er hatte gefürchtet, dass mich die Cowboys blöd anquatschen würden. Ich hingegen hatte bei der gesamten Situation nicht einmal einen Hauch von Unwohlsein, denn ich wurde weder angestarrt noch sonst irgendwie behelligt.

Hingegen auf der Tankstelle in Lame Deer wurde ich so stark gemustert und erst als ich mit meinen indianischen Begleitern auftauchte, wurde ich auch freundlicher behandelt.

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Lame Deer 

 

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Mitten im Nirgendwo

Von dem Powwow machte ich keine Fotos beziehungsweise möchte ich sie nicht herzeigen, denn das könnte ungute Reaktionen in der indianischen Community verursachen und das möchte ich einfach nicht. Ich durfte zu Gast bei verschiedenen Feiern und Festen in den Reservaten sein, doch wurde ich ermahnt, ja keine Fotos davon zu machen.

Deutsche Touristen ignorierten das einfach und sie bekamen ziemliche Probleme mit dem Polizeichef der Reservation. Zum Glück wurde ich aber generell als Familie oder zugehörig betrachtet und so hatte ich, nachdem mein Status erklärt worden war, nie Probleme. Dennoch würde ich als Tourist nicht einfach so in ein Reservat fahren und dort auf eigene Faust „Sightseeing“ betreiben.

Wollt ihr noch mehr von meinen Reisen nach New Mexico und Colorado lesen? Dann lasst es mich doch wissen 😉

Hier noch ein paar Bilder von meinen geliebten Bisons, die in der Nähe von Custer State Park herum wandern.

 

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Eine Bullenschlange versteckt in den Nadeln (ist ungiftig) 

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Hat Euch der Beitrag gefallen, so hinterlasst mir doch ein Like … ich freu mich über jedes einzelne … auch Kommentare finde ich toll.

 

Demnächst wird der zweite Teil folgen… also bleibt gespannt. …

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