Crossfit und mein innerer Schweinehund

Ich schätze, dass die meisten von Euch mitbekommen haben, dass ich leidenschaftlich gern Crossfit mache.

Vor vier Jahren hätte mich wohl nur sehr wenig dazu bewogen, jemals mit einer Langhantel zu trainieren, während ich es mir mittlerweile kaum mehr vorstellen kann, ohne Sport zu treiben.

Crossfit hat irgendwo einiges an Glamour an sich. Es gilt als cool und die Crossfit T-Shirts führt so manch einer in der Freizeit mit geschwellter Brust aus. Ich bin nach jeder Crossfit Einheit dreckig, verschwitzt und extrem glücklich, was daran glamourös sein soll? Keine Ahnung.

Die blauen Flecken, die ich beinahe jedes Mal als Souvenir mit nach Hause bringe sind auch wenig schick, vor allem jetzt im Sommer wenn ich mal kurze Sachen anziehe. Ja, richtig gehört: Ich ziehe kurze Sachen an. Endlich habe ich Frieden mit meinem Körper schließen können und bin froh über die Kraft in meinen kräftigen Beinen, die jetzt nicht einiges an Muskeln mehr haben, als noch vor zwei Jahren.

Ab und an hadere ich mit mir, finde meinen Trainingsrhythmus nicht, ärgere mich, weil ich wieder ungesund gegessen habe und und und. Hat es einen Sinn? Nicht wirklich? Einfach nächstes Mal wieder hingehen, weitermachen. Es ist ein bißchen wie mit den Burpees. Bei 100 Stück ist mir ab Burpee 45 oder so egal, ob ich weitermache oder nicht. Ich mache einfach eine Bewegung nach der anderen, schalte mein Gehirn vollkommen aus und geh wieder in die Liegestützposition mit dem Oberkörper am Boden.

Sicherlich verlangt es von mir viel Selbstdisziplin, dass ich pro Woche drei bis vier Mal zur Box fahre, aber sobald ich in mein Trainingsgewand geschlüpft bin, freu ich mich drauf und gebe mein Bestes.

 

Doch warum macht mir dieses anstrengende, schweißtreibende Training so viel Spaß? Es ist wohl die Gruppe und die Gemeinschaft, die sich in den letzten zwei Jahren zu wichtigen Sozialkontakten etabliert hat. Außerdem habe ich es mit  Crossfit geschafft, 17kg zu verlieren und einiges an Muskelmasse aufzubauen. Zusätzlich sehe ich immer wieder Erfolge und freue mich wahnsinnig darüber, dass ich 45kg cleanen (auf die Schultern vom Boden weg) und 50kg als Frontsquat keine große Herausforderung mehr sind.

Ich liebe auch das Gefühl, völlig ausgepowert zu sein und mich in meine Polster zu kuscheln und rechten Gewissens einzuschlafen, etwas geleistet zu haben.

 

Auf den Fotos hier seht ihr mich bei einem Workout mit Thrustern, die ich richtig anstrengend fand und mit 25kg bei 50 Wiederholungen für mich sehr fordernd waren. Die Fotos entstanden letzten September und mittlerweile habe ich wieder einiges dazu gelernt und meine Technik besonders beim Gewichtheben verbessern können.

Ach und wer meint, dass Crossfit nichts für ihn sei: Mein Papa ist beinahe 80 und geht zwei Mal pro Woche zu seiner Crossfit Senioren Gruppe und ich bin wahnsinnig stolz auf ihn, wie er sich nach der Stunde auf sein Motorrad schwingt und nach Hause düst.

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3 Gedanken zu “Crossfit und mein innerer Schweinehund

  1. Sehr cool!
    Ich habs einmal versucht und konnte mich 4 tage nur eingeschränkt bewegen vor lauter Muskelkater 😂😂😂
    Leider sind die studios nicht in unmittelbarer nähe – würds gern regelmäßig machen!

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    1. Liebe Nina! Wow, aber zumindest hast Du es einmal versucht. Das mit dem Muskelkater kenne ich nur zu gut. Besonders die Anfangsphase war extrem schwierig für mich. Jedes Hinsetzen und Aufstehen sehr schmerzhaft in den Oberschenkeln. Aber das geht vorbei. Alles Liebe, Heli

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